Kleinkläranlage

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Wer im ländlich geprägten Bereich aufmerksam umherfährt, dem fallen auf kurz oder lang mehr oder weniger hässliche Betonplatten im Vorgarten, Schachtdeckel im Beet oder unmotiviert wirkende Kunststoffrohre im Rasen auf. Dabei handelt es sich nicht um eine besondere Form ländlicher Gartenkunst, sondern um die sichtbaren Spuren einer Kleinkläranlage. Diesen Spuren ist gemein, dass sie wenig dekorativ wirken und eigentlich den Gesamteindruck eines gepflegten Heims stören. Das betreffende Grundstück ist noch nicht an die Kanalisation angeschlossen und die erkennbaren Spuren im Garten dienen der Lüftung oder zum Entleeren der Anlage.

Warum nicht aus der Not eine Tugend machen und die sichtbaren Zeichen der Kleinkläranlagen als Gestaltungselement nutzen und so in die Einrichtung des grünen Wohnzimmers einbinden? Mehr noch: was spricht dagegen diese Elemente zur Einrichtung zu machen. Es sieht in vielen Fällen besser aus, als verschämt und meist erfolglos zu versuchen, diese Elemente auf dem Grundstück zu kaschieren. Der Phantasie sind hier wirklich keine Grenzen gesetzt.

Im Wohnbereich haben wir uns längst daran gewöhnt, dass Möbel nicht nur nützlich sind, sondern gewissen ästhetischen Ansprüchen genügen. Manche Wohnung ist schon beinahe die Bühne auf der die Möbel ihren großen Auftritt haben. So überlegt man sich doch wie das neue Sofa am besten zur Geltung kommt – obwohl es nur eine Sitzgelegenheit ist.

Ein Gartentisch auf der Betonplatte arrangiert macht aus der Not eine Tugend. Hat man doch für die so gern aufgestellten Kaffeehaustischchen gleich eine Stellfläche. Pflanzschale drauf – fertig ist die Garteneinrichtung. Frech bemalte Lüftungsrohre peppen als Blickfang den Garten optisch auf.

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